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Hochdruck-Wassernebel in S-Bahnhöfen

Innovatives Brandschutzsystem von FOGTEC erhöht die Sicherheit und ermöglicht eine schnelle Evakuierung

In den unterirdischen S-Bahnhöfen Kaiserlei, Ledermuseum und Marktplatz, die von der Deutschen Bahn zwischen Frankfurt am Main und Offenbach Hauptbahnhof betrieben werden, wurde erstmals ein Hochdruck-Wassernebel-System zum Rauchmanagement installiert – eine Premiere für unterirdische Bahnhöfe. Hauptziel des Projekts ist es, die für die externe Rettung durch die Feuerwehr zur Verfügung stehende Zeit durch effektive Rauchkontrolle in den Bahnhöfen erheblich zu verlängern.

Herausforderungen unterirdischer Bahnhöfe

Die drei S-Bahn-Stationen haben ein gemeinsames Design: eine unterirdische Gleisebene, über der sich eine Zwischenebene befindet, in der sich unter anderem Verkaufsautomaten befinden und die mit den Ausgängen zur Oberfläche verbunden ist. Im Brandfall steigt der Rauch daher zunächst von der Gleisebene in die Zwischenebene auf, bevor er nach außen entweichen kann. Der Weg nach außen ist daher lang und ohne weitere Maßnahmen stark verraucht.

Analysen haben gezeigt, dass die verfügbaren externen Rettungszeiten – d.h. die der Feuerwehr zur Personenrettung zur Verfügung stehende Zeit – im Notfall nicht ausreichen würden. Die Vorgaben für die maximal zulässige Rauchkonzentration und die minimale Evakuierungszeit der Bahnhöfe können daher ohne zusätzliche Maßnahmen nicht zuverlässig gewährleistet werden.

Mögliche Brandereignisse könnten Brände im Bahnhof selbst umfassen, doch das größte Risiko stellen Brände in Zügen dar. Fängt ein Fahrzeug im Tunnel Feuer, sind die Triebfahrzeugführer angewiesen, bis zum nächsten Bahnhof weiterzufahren.

Hochdruck-Wassernebel als effektive Lösung

Brandversuche und detaillierte Analysen bestätigten die Eignung des FOGTEC-Hochdruck-Wassernebel-Systems für die hier beschriebenen S-Bahn-Stationen. Durch die Erzeugung extrem kleiner Wassertröpfchen wird ein Brand bekämpft, Rauch- und Rußpartikel werden teilweise gebunden und die Rauchgastemperaturen werden deutlich gesenkt. Nicht nur das Rauchvolumen wird reduziert, sondern auch die Ausbreitung des Rauchs wird beeinflusst und verlangsamt, wenn das Hochdruck-Wassernebel-System entsprechend ausgelegt ist.

Alternative Ansätze, wie bauliche oder maschinelle Rauchabzugsmaßnahmen, sind entweder nicht umsetzbar oder erheblich teurer. Zudem beeinflussen diese die Rauchgasmenge nicht aktiv. Die Entscheidung fiel daher eindeutig zugunsten des FOGTEC Hochdruck-Wassernebel-Systems aus. Dies ist die erste Anwendung dieser Technologie in unterirdischen Bahnhöfen.

Technologie und Logistik im Detail

Das System wurde als eigenständiges System in jeder Station implementiert.

Aufgrund ihrer geringen Größe konnte die technische Infrastruktur, wie Pumpen, Stromversorgung, Wasserspeicher und Hauptleitung, in den Bahnhöfen selbst untergebracht werden. Ein Teil der Systemtechnik befindet sich im Trogbereich unter den Bahnsteigen. Die Pumpen wurden über ehemalige Lüftungsschächte millimetergenau in die dafür vorgesehenen Räume abgesenkt.

Edelstahlrohre mit minimalen Durchmessern verlaufen von der Hauptleitung entlang der Unterseite der Bahnhofsdecke. Diese Rohre versorgen spezielle Hochdruckdüsen mit Wasser. Jeder Bahnhof wurde in mehrere Löschbereiche unterteilt. Erkennt die Brandmeldeanlage einen Brand, werden drei Abschnitte aktiviert: der Abschnitt, in dem der Brand detektiert wurde, und die beiden angrenzenden Abschnitte. Dies stellt sicher, dass der Wassernebel nur in den Bereichen freigesetzt wird, in denen sich der Brand befindet. Dadurch konnten die Rohrdimensionen und die benötigte Wassermenge auf ein Minimum reduziert werden.

Die Rohre und Düsen wurden unter der Bahnhofsdecke und an den Bahnsteigkanten installiert, um eine Brandbekämpfung sowohl von oben als auch von unten zu ermöglichen. Im Brandfall werden die Abschnittsrohre über fernwartbare Ventile mit Wasser versorgt.

Präzision in Planung und Installation

Die Installation des Systems stellte das Projektteam vor anspruchsvolle logistische Herausforderungen: Installationsarbeiten wurden hauptsächlich nachts oder in Betriebspausen durchgeführt, teilweise unter Vollsperrungen. Eine straffe Terminplanung der Maßnahmen, eine präzise Abstimmung mit der Deutschen Bahn und ein Just-in-Time-Materialtransport per Güterzug waren erforderlich.

Mehr Sicherheit für alle Beteiligten

Die erstmalige Installation eines bewährten Hochdruck-Wassernebel-Systems in U-Bahn-Stationen hat entscheidend zur Erhöhung der Sicherheit für Fahrgäste, Mitarbeiter und Rettungskräfte in den drei Stationen in Offenbach beigetragen. Der Betreiber konnte die Sperrzeiten für die Nachrüstung deutlich reduzieren und die Investitionskosten erheblich senken.

Das Projekt setzt neue Maßstäbe im Brandschutz für unterirdische Verkehrsanlagen und demonstriert die Möglichkeiten, die moderne FOGTEC Wassernebeltechnologie bietet.

Abbildung 1: S-Bahnhof „Marktplatz“, Copyright: Dirk Lehmann, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/
Abbildung 2: S-Bahnhof „Ledermuseum“, Copyright: Andreas Varnhorn
Abbildung 3: Deckeninstallation von Edelstahlrohren, Copyright: FOGTEC
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