Mehr Kapazität auf einer wichtigen Verbindung
Saudi-Arabien investiert im Rahmen der VISION 2030 weiter in den Ausbau seines Schienenverkehrs. Auf der stark nachgefragten Verbindung zwischen Dammam und Riad sollen zukünftig neue Intercity-Züge von Stadler zum Einsatz kommen. Die Fahrzeuge sind Teil eines Auftrags von Saudi Arabia Railways an Stadler über zunächst zehn Triebzüge, mit einer Option auf zehn weitere Einheiten. Der Gesamtwert des Vertrags liegt bei rund 600 Millionen Schweizer Franken und umfasst neben der Lieferung auch Wartung und Ersatzteile.
Betrieb unter besonderen Bedingungen
Das saudische Bahnnetz ist nicht elektrifiziert. Deshalb werden die neuen Intercity-Züge als diesel-elektrische Triebzüge ausgeführt. Jeder Zug ist rund 175 Meter lang, verfügt über zwei unabhängige diesel-elektrische Antriebsaggregate und bietet Platz für etwa 320 Fahrgäste. Die Antriebe entsprechen den europäischen Abgasemissionsnormen der Stufe V.
Die technischen Anforderungen gehen jedoch über die Antriebstechnik hinaus. Die Fahrzeuge müssen für extreme Klima- und Umgebungsbedingungen ausgelegt sein: hohe Temperaturen, Staub, lange Einsatzzeiten und ein zuverlässiger Betrieb über große Distanzen prägen die Rahmenbedingungen. Für sicherheitsrelevante Systeme bedeutet das: Sie müssen frühzeitig detektieren, robust arbeiten und sich in ein komplexes Fahrzeugkonzept integrieren lassen.
Brandschutz in Fahrgast- und Technikbereichen
Aufgrund der besonders anspruchsvollen Umgebungsbedingungen hat Stadler entschieden, den Zuschlag an FOGTEC zu vergeben. FOGTEC liefert für die neuen Intercity-Züge verschiedene Komponenten des Brandschutzsystems. Im Fahrgastbereich kommen Rauchansauggeräte zum Einsatz. Sie dienen der frühzeitigen Detektion von Rauch und unterstützen damit eine schnelle Reaktion im Ereignisfall.
In den Technikbereichen, insbesondere in den Bereichen der Diesel-Antriebsteile, werden Wärmemelder eingesetzt. Ergänzend ist für diese Bereiche eine Brandlöschung mit Aerosol vorgesehen. Hier werden die Aerosol Generatoren der FOGTEC-Generation „AG-Pro“ verbaut. In Technikschränken kommen neue Rauch-Temperaturmelder von FOGTEC als Stand-alone-Lösung zum Einsatz.
Damit verbindet das System unterschiedliche Detektions- und Löschtechnologien, abgestimmt auf die jeweiligen Bereiche im Zug: Fahrgastraum, technische Ausrüstung, Antriebskomponenten und Schaltschränke stellen jeweils eigene Anforderungen an Erkennung, Reaktionszeit und Integration.
Ein Projekt zwischen Schweiz und Saudi-Arabien
Gefertigt werden die Züge in der Schweiz, bevor sie nach Saudi-Arabien transportiert und dort umfangreichen Typentests unterzogen werden. Die Auslieferung ist für den Zeitraum 2028 bis 2029/2030 vorgesehen.
Der Brandschutz ist dabei fester Bestandteil des technischen Gesamtkonzepts. Mit versierten Lösungen für Schienenfahrzeuge und langjähriger Erfahrung in internationalen Bahnprojekten ist FOGTEC der ideale Partner für Stadler bei diesem Projekt.

