Im E-Busdepot Eigerplatz in Bern wird derzeit eine FOGTEC Hochdruck-Wassernebelanlage installiert. Sie schützt die abgestellten Busse, die betriebliche Infrastruktur und die angrenzende Werkstatt. Im Brandfall eines E-Busses soll die Anlage den Brand auf das betroffene Fahrzeug begrenzen und angrenzende Busse schützen. Grundlage für die Auslegung der Anlage sind Ergebnisse des Forschungsprojekts SUVEREN4Depots.
Das Projekt zeigt, welche Anforderungen moderne E-Busdepots heute an den anlagentechnischen Brandschutz stellen. Die Verfügbarkeit des öffentlichen Personennahverkehrs ist wichtiger denn je. In Bern kommt hinzu: Neben der Tram ist der Busverkehr der einzige ÖPNV der Stadt Bern und des Betreibers Bernmobil. Das Depot liegt sehr zentral, seine ständige Verfügbarkeit hat deshalb eine besondere Bedeutung.
Enge Abstellsituation erhöht das Risiko
Busdepots haben durch die sehr enge Abstellsituation ein erhöhtes Brandrisiko. Kommt es zu einem Fahrzeugbrand, kann sich das Feuer ohne Gegenmaßnahmen schnell auf benachbarte Fahrzeuge ausbreiten. Das gilt besonders bei der schnellen Brandentwicklung moderner Fahrzeugtechnologien und der zunehmenden Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs.
Eine Besonderheit in Bern: öffentlicher Durchgang über das Depotgelände
Eine Besonderheit des Busdepots Eigerplatz liegt in den örtlichen Gegebenheiten. Das Gelände ist nicht ausschließlich als gesperrter Betriebsbereich zu betrachten. Aufgrund eines bestehenden Wegerechts dürfen Personen das Depot durchqueren.
Damit können sich neben geschultem Betriebspersonal auch betriebsfremde Personen im und um das Depot befinden. Für den Brandschutz bedeutet das: Im Ereignisfall müssen auch Menschen berücksichtigt werden, die mit betrieblichen Abläufen, Fluchtwegen oder möglichen Gefahrenquellen nicht vertraut sind.
Hochdruck-Wassernebel begrenzt Brandentwicklung
Die Brandbekämpfungsanlage übernimmt deshalb eine besondere Rolle. Die FOGTEC Hochdruck-Wassernebelanlage ist unter anderem darauf ausgelegt, einen entstehenden Brand frühzeitig zu bekämpfen, die Brandentwicklung zu begrenzen und eine Ausbreitung auf benachbarte Fahrzeuge zu verhindern.
Durch die feine Zerstäubung des Wassers wird dem Brand Energie entzogen. Gleichzeitig wird der Bereich zwischen zwei Bussen ausreichend gekühlt, sodass benachbarte Busse unversehrt bleiben. Die Temperaturen im Brandbereich können gesenkt und die thermische Belastung der Umgebung reduziert werden. Auch die Rauchgasmenge wird erheblich verringert.
Gerade in einem Depot mit öffentlicher Querungsmöglichkeit ist dies wichtig. Die Hochdruck-Wassernebelanlage trägt dazu bei, im Brandfall die Bedingungen im Umfeld des Brandereignisses zu verbessern. Sie schafft zusätzliche Zeit für Flucht, Evakuierung sowie für das Eingreifen und die Unterstützung der Einsatzkräfte der Feuerwehr.
Brandschutz geht über Sachwertschutz hinaus
Das Projekt in Bern zeigt, dass Brandschutz in modernen Elektro-Busdepots weit über den reinen Sachwertschutz der Busse oder der Halle hinausgeht. Wo Depotbereiche durch Wegerechte auch von betriebsfremden Personen genutzt werden können, gewinnt technischer Brandschutz zusätzlich an Bedeutung.
Hochdruck-Wassernebelanlagen können hier wesentlich unterstützen: Sie helfen, Brandereignisse frühzeitig zu kontrollieren, eine Ausbreitung zu verhindern und die Sicherheit für Personen, Betrieb und Ladeinfrastruktur zu erhöhen.

