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Wassernebel in Straßentunneln: Die wichtigsten Normen und Richtlinien, mit einem Praxisbeispiel

Wassernebel in Straßentunneln: Die wichtigsten Normen, Richtlinien und ein Praxisbeispiel aus Delhi

Der erfolgreiche Einsatz des FOGTEC-Hochdruck-Wassernebel-Systems im Dwarka-Tunnel in Delhi belegt die Wirksamkeit ordnungsgemäß konzipierter Brandbekämpfungssysteme bei der Eindämmung von Bränden, der Gewährleistung sicherer Flucht- und Rettungsbedingungen sowie dem Schutz kritischer Verkehrsinfrastruktur, wie es internationale Normen und Richtlinien vorschreiben.

Als kürzlich im Dwarka-Tunnel in Delhi, Indien, ein Auto in Brand geriet, funktionierte das FOGTEC-System genau wie vorgesehen. Das System wurde automatisch durch den Feueralarm ausgelöst, löschte das Feuer und begrenzte dessen Ausbreitung, während es im Tunnel bis zum Eintreffen der Feuerwehr erträgliche Bedingungen aufrechterhielt.

Dieser Vorfall zeigt: Eine ortsfeste Brandbekämpfungsanlage (FFFS), die unter Berücksichtigung aktueller Forschungsergebnisse ordnungsgemäß für Notfälle geplant und ausgelegt ist und die festgelegten Normen erfüllt, erweist sich auch in der Praxis als wirksam.

Wir freuen uns sehr, mit einem der jüngsten großen schlüsselfertigen Installationsprojekte von FOGTEC zum Schutz dieser wichtigen Infrastrukturverbindung zum Flughafen Delhi beigetragen zu haben. Es handelt sich um einen Tunnel, dessen längere Sperrung in diesem Teil Indiens enorme wirtschaftliche Gesamtverluste zur Folge hätte.

Dieser erfolgreiche Einsatz unterstreicht einen internationalen Trend: Wasserbasierte ortsfeste Brandbekämpfungssysteme werden weltweit zu einem festen Bestandteil moderner Tunnelsicherheitskonzepte. In den letzten Jahren wurde in zahlreichen Normen, Richtlinien und technischen Empfehlungen ihr Beitrag zur persönlichen Sicherheit, zum Schutz der Infrastruktur und zur Risikominderung sowie ihr Ausgleichspotenzial anerkannt.

Heutzutage sind wasserbasierte Brandbekämpfungssysteme in vielen der weltweit führenden Sicherheitsdokumente für Tunnel enthalten. Werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Normen und Richtlinien. 

NFPA 502, USA

Die Norm NFPA 502 enthält umfassende Leitlinien zu Planungszielen, Systemintegration und Leistungsanforderungen. Anhang E fasst den aktuellen Stand der Forschung zusammen und dokumentiert die nachgewiesenen Vorteile von FFFS für den Personenschutz und den Schutz der Infrastruktur. Als aktives Mitglied des Technischen Ausschusses der NFPA 502 trägt FOGTEC direkt zur kontinuierlichen Weiterentwicklung dieser international anerkannten Norm bei.

RABT und EABT 80/100, Deutschland

In Deutschland empfehlen die RABT und die EABT 80/100, bei bestimmten Tunneltypen und einer Bemessungsbrandlast von 100 MW oder mehr den Einbau von fest installierten Brandbekämpfungssystemen in Betracht zu ziehen. Sie wurden durch die RE ING ersetzt, die beim Thema „fest installierte Brandbekämpfungssysteme“ denselben Sicherheitsansatz verfolgt. Ihre Fähigkeit, die Brandausbreitung einzudämmen, die Notfallmaßnahmen zu unterstützen und strukturelle Schäden zu verringern, wird im Rahmen des Gesamtkonzepts zur Tunnelsicherheit anerkannt.

PIARC, weltweit

PIARC (Weltverband für Straßenwesen) hat seine Position zum Thema FFFS in den letzten Jahren deutlich gestärkt. Auf der Grundlage internationaler Erfahrungen erkennt PIARC fest installierte Feuerlöschsysteme nun als wirksame Maßnahme zur Risikominderung an, die die Sicherheit der Nutzer verbessert, die verfügbare Evakuierungszeit verlängert und die Tunnelinfrastruktur schützt.

RVS 09.02.51, Österreich

Die österreichische Richtlinie RVS 09.02.51 hebt weitere Vorteile hervor, darunter eine geringere Strahlungswärme, eine geringere Rauchentwicklung und die Möglichkeit, andere Sicherheitsmaßnahmen in Tunneln zu optimieren, wie beispielsweise Lüftungssysteme, die Abstände zwischen Notausgängen und den baulichen Brandschutz.

SOLIT²-Anwendungshinweise, weltweit

Die von ITA-COSUF befürwortete deutsche SOLIT²-Planungsrichtlinie bietet einen umfassenden Rahmen für Brandversuche, Planung, Installation, Betrieb und Wartung von Brandschutzsystemen in Tunneln. Sie zeigt zudem auf, wie FFFS durch den Ausgleich anderer Sicherheitsmaßnahmen die gesamte Sicherheitsstrategie für Tunnel positiv beeinflussen können. Inzwischen wurde sie bei mehreren Ausschreibungen und Installationen weltweit berücksichtigt.

UPTUN, Europa

Ebenso wurden im Rahmen des europäischen UPTUN-Projekts auf der Grundlage umfangreicher Brandversuche im Originalmaßstab wichtige technische Leitlinien erarbeitet, in denen Mindestanforderungen und bewährte Verfahren für wasserbasierte Brandbekämpfungssysteme in Tunneln festgelegt wurden.

Auch wenn die nationalen Vorschriften von Land zu Land noch immer voneinander abweichen mögen, ist die allgemeine Richtung in der internationalen Tunnelbranche ganz klar: Weltweit stützen sich Tunnelbehörden und Infrastrukturbetreiber bei der Umsetzung von fest installierten Brandbekämpfungssystemen zunehmend auf international anerkannte Normen und technische Leitlinien. Dieser kurze Überblick soll auch denjenigen helfen, in deren Land es möglicherweise keine lokalen Normen und Richtlinien gibt, über den Tellerrand hinauszuschauen.

Die erfolgreiche Auslösung unseres Wassernebel-Systems im Dwarka-Tunnel ist daher mehr als nur ein Einzelfall – sie bestätigt, was internationale Forschungsergebnisse, Tests und Normen seit vielen Jahren belegen: Gut konzipierte Hochdruck-Wassernebel-Systeme bekämpfen Tunnelbrände wirksam, verbessern die Sicherheit von Menschenleben und schützen kritische Infrastruktur, wenn jede Sekunde zählt.

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