Fogtec - Fire Protection

Codelco-Ventanas

Wassernebel im Codelco-Ventanas-Werk in Chile

Einhaltung von Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Codelco Ventanas (DVEN) ist ein Kupferhütten- und Veredelungsbetrieb in Chile und hat sich unter anderem den Schutz der Beschäftigten und der Umwelt als wichtige Unternehmensziele gesetzt. Fabrikbereiche mit hohem Risiko, wie Umspannwerke, Prozesskontrollräume, Elektronikräume, Kabelkanäle und Brennstofflager werden bereits durch automatische Brandschutzsysteme geschützt.

Doch auch die Hydraulik- und Schmiersysteme, in denen Mineralöle verwendet werden, stellen Brandrisiken mit hoher Wärme- und Rauchentwicklung dar und könnten wertvolle Maschinen und Einrichtungen, wie den Pumpenraum, die Schmierung der Säureanlage, den Luftkompressor der Sauerstoffanlage und die Hydrauliksysteme der Gießbereiche beschädigen. Auf Grundlage von Risikobewertungen sieht ein Aktionsplan zur Verbesserung des Brandschutzes daher die Installation stationärer automatischer Branderkennungs- und Brandbekämpfungssysteme in den oben genannten Bereichen vor.

FOGTECs lokaler Partner RMC Engineering Solutions befindet sich aktuell in der Umsetzung von FOGTEC Hochdruck-Wassernebelsystemen für diese Bereiche. Somit wird das Risiko minimiert, dass Menschen sowie Anlagen und Räumlichkeiten durch Feuer zu Schaden kommen.


FOGTEC Brandmelder für einen weiteren Weltrekordhalter

Zahnradbahn im Wengener Oberland

Wir haben bereits in unseren Sommer-Newslettern berichtet, dass FOGTEC die welthöchste Zahnradbahn in Colorado, USA und die steilste Zahnradbahn, in der Schweiz, mit FOGTEC-Brandmeldetechnik ausgestattet hat. Nun geht es an den nächsten Weltrekordhalter: Die Wengeneralpbahn (WAB), ebenfalls in der Schweiz.

Diese ist mit ihrer nahezu 19km-langen Strecke die längste Zahnradbahn weltweit. Benannt ist sie nach der Ortschaft Wengen, eine von vier der Stationen auf ihrer Route. Die Bahn stellt unter anderem den Personentransport, sowie auch die Güterversorgung für den autofreien Kurort Wengen sicher.

Während des jährlichen FIS SKI World Cups im Berner Oberland leistet die Bahn einiges: Athleten, Organisatoren, Betreuer und Zuschauer werden von Lauterbrunnen nach Wengen gebracht. Auch sämtliche Güter wie Rennmaterial, Tribünen, Zelte, Sponsorenartikel usw. werden Zug um Zug auf 1.274 Meter über Meer gefahren und von dort aus weiterverteilt. Eine spektakuläre Kulisse bietet die Brücke „Wasserstation“ auf der die WAB verkehrt, wenn die Skiläufer mit Geschwindigkeiten zwischen 80 -100 km/h unter ihr durchrasen. Von nun an ist die WAB mit FOGTEC Rauch- und Wärmemeldern ausgestattet.


Tunnel Entrauchungskanal

 

Wie warm wird es in einem Tunnel-Entrauchungskanal bei aktivierter Wassernebel-BBA?

Ergebnisse aus dem SOLIT² Forschungsprojekt

In Rahmen des SOLIT² - Forschungsprojektes wurden zahlreiche Realbrandversuche in einem Test-Tunnel durchgeführt. Hierbei wurden auch erstmals Brandversuche mit Wassernebel-BBA und semi-transversaler Lüftung, mit Einbau einer Zwischendecke im Testtunnel, umgesetzt. Um mehrere Brandszenarien abzudecken wurden sowohl Feststoffbrände (Klasse A), sowie Flüssigkeitsbrände (Klasse B) mit verschiedenen Brandgrößen getestet. Um die Temperaturen im Entrauchungskanal zu ermitteln, wurden Thermoelemente in der Zwischendecke auf einer Höhe von 0,5m und 1,5m installiert.

Thermoelemente

Abbildung: Temperaturen im Abluftkanal mit einem 150 MW Feststoffbrand und aktivierter Wassernebel-BBA

Obwohl die Lüftung im Testtunnel nur für eine Brandgröße von 30 MW HRR dimensioniert ist, konnte bei Brandversuchen mit deutlich größerer Brandlast die Rauchgasmenge nach Aktivierung der Brandbekämpfungsanlage durch den Abluftkanal abgeführt werden. Die Rauchgasmenge hat sich nach Aktivierung der Wassernebel-BBA stark reduziert. Eine beispielhafte Auswertung eines 150 MW Feststoffbrandes (LKW-Attrappe) bei einer semi-transversalen Ventilation mit 120 m³/s bei 3 m/s Windgeschwindigkeit sieht wie folgt aus:

Grafik

Abbildung: Temperaturen im Abluftkanal mit einem 150 MW Feststoffbrand und aktivierter Wassernebel-BBA

Der rote Balken markiert die Aktivierung der Wassernebel-BBA. Die BBA wurde sehr spät ausgelöst (ca. 8 Minuten nach Entzündung), um ein Worst-Case Szenario darzustellen. Es ist zu sehen, dass die Temperaturen kurz nach aktivierter FOGTEC-BBA 50°C nicht überstiegen und sich bei weniger als 40°C eingependelt haben, womit die enorme Kühlwirkung von Wassernebel wieder einmal unter Beweis gestellt werden konnte.

Vermehrt kommen Wassernebel-BBA zu kompensatorischen Zwecken in Tunnelanlagen zum Einsatz. Eine Möglichkeit ist die Kompensation des baulichen Brandschutzes zum Schutz des Bauwerkes. Der Brandversuch hat aufgezeigt, dass Temperaturen auch im Abluftkanal ganz erheblich reduziert werden können, wodurch auf bauliche Maßnahmen wie Brandschutzplatten und PP-Fasern verzichtet werden kann. Zudem wurde gezeigt, dass zu gering dimensionierte Lüftungsanlagen – wie etwa in zahlreichen älteren Tunneln – durch den Einsatz von Wassernebel-BBA kompensiert werden können.

Sind die Systeme aufeinander abgestimmt, können solche kompensatorischen Maßnahmen sehr kosteneffizient sein. Die einfache Implementierung von Wassernebel-BBAs kann so vor teuren baulichen Maßnahmen schützen. Weiterhin wird das Sicherheitsniveau im Tunnel insgesamt erhöht.

Bei weiteren Informationen zu Temperaturen in Abluftschächten oder Brandbekämpfungsanlagen in Tunneln wenden Sie sich gerne an tunnel@fogtec.com